Das Release 5.5 von FabEagle®LC umfasst zahlreiche funktionale Erweiterungen mit dem Fokus auf sichere, zuverlässige und nachvollziehbare Produktionsprozesse für automatisierte Linien in der Fertigung.
Erweitertes Carrier Management für präzise Rückverfolgbarkeit
Das neue Carrier Management bietet erweiterte Funktionen zur Rückverfolgbarkeit von Produkten und Transporteinheiten. Über individuell definierbare Carriertypen lassen sich komplexe Materialflüsse abbilden; Produktdaten können direkt über den Carrier abgefragt werden. Die Unterstützung von Carrier-in-Carrier-Konzepten ermöglicht die Abbildung verschachtelter Transportstrukturen – ein entscheidender Vorteil für Fertigungen mit hoher Variantenvielfalt oder komplexen Produktionslinien.
Flexibles Arbeitsplan-Management und Anlagenvisualisierung
Die Arbeitsplanverwaltung wurde deutlich flexibler gestaltet. Einzelne Arbeitsschritte können nun hinzufügt, gelöscht oder verschoben werden, ohne bestehende Abläufe vollständig neu anzulegen. Ergänzend bietet das aktualisierte webbasierte Andon Board eine übersichtliche Darstellung relevanter Anlagenkennzahlen in Echtzeit. Produktionsdaten lassen sich sowohl für Gesamtanlagen als auch für definierte Anlagengruppen mobil oder browserbasiert anzeigen.
CRA-konforme Sicherheitsmaßnahmen
In der neuen Version wurden unter anderem die Komponentenbibliotheken aktualisiert, was die Performance und Stabilität verbessert. Zusätzlich gibt die neu integrierte Software Bill of Material (SBOM) vollständige Transparenz über alle verwendeten Softwarekomponenten. Sie stärkt die IT-Sicherheitsarchitektur nach aktuellen Cybersecurity-Standards wie den Cyber Resilience Act (CRA).
Modernisierte Schnittstellen und verbesserter Datenzugriff für die Halbleiterfertigung
Die Integration der SECS/GEM-Datenschnittstelle wurde vollständig auf die .NET-Plattform migriert und bietet dadurch bessere Performance, Wartbarkeit und Integrationsfähigkeit in bestehende IT- und OT-Umgebungen des Halbleiter-Backends. Darüber hinaus können über den Leitrechner-Client nun Rohdaten aus der Archivdatenbank direkt abgefragt werden.
Erweiterte Diagnosefunktionen im TIA-Portal
Der Kontron AIS Interface SPS-Baustein für das TIA-Portal (ab Version TIA19) wurde um umfassende Diagnosemöglichkeiten erweitert. Anlagenlieferanten und Instandhaltung erhalten dadurch detaillierte Einblicke in den Bausteinzustand und können Störungen schneller identifizieren und beheben, was die Anlagenverfügbarkeit erhöht.